"Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn..." - Ergebnisse der Monatsfrage April 2026

Die MuDT-Initiative lädt seit Ende März 2026 dazu ein, eine Monatsfrage zu Demokratie und Miteinander in Taucha, die u.a. auch im Stadtanzeiger veröffentlich wird, bis zum 7. des Folge-Monats zu beantworten.
Die Ergebnisse werden in der nachfolgenden Stadtanzeiger-Ausgabe und auf dieser Webseite veröffentlicht. Es kann jeweils angegeben werden, ob die Antwort mit oder ohne Name oder auch nicht veröffentlicht werden darf.
Die Frage für den Monat April 2026 lautete:
Wie würden Sie folgenden Satz ergänzen?
"Für mich funktioniert die Demokratie hier vor Ort, wenn... "
Hier veröffentlichen wir die Antworten zu dieser Frage:
(1) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... alle zusammen am Abend tanzen gehen"
(ohne Name)
(2) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... Menschen miteinander über aktuelle gesellschaftliche oder auch persönliche Themen diskutieren. Es herrscht eine Atmosphäre des Vertrauens von gegenseitigem Respekt und Achtung - kein Rassismus, kein Antisemitismus. Es kann dabei auch laut werden, aber Konflikte lösen die Menschen gewaltlos mit Worten. Zum Schluss sind alle bereit, auch miteinander zu feiern."
(Heike Schröger)
(3) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... sich mehr Menschen beteiligen"
(ohne Name)
(4) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... auch die Verwaltung Engagement wertschätzt, zuhört und aktiv Lösungen findet."
(ohne Name)

(5) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... sich möglichst viele Menschen, egal, in welcher Einstellung oder Herkunft oder Interessen, wohlfühlen und einbringen."
(Christine Rademacher)
(6) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... alle mitbestimmen können."
(ohne Name)
(7) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... wir sie gemeinsam gestalten. Ganz konkret in unserem Alltag und besonders rund um unsere Kinder.*
(Janine Friebel, komplette längere Antwort unten)

(8) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... Mitwirkung allen hier lebenden Menschen gleichermaßen ermöglicht wird."
(ohne Name)
(9) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... Menschen Meinungsfreiheit nicht mit Unhöflichkeit verwechseln und sich Empathie und Reflexionsbereitschaft immer wieder erarbeiten."
(Robert)
(10) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... ich Möglichkeiten habe, mich gut zu informieren, wenn ich mich einbringen kann und wenn ich mich mit anderen austauschen kann, wenn ich anderen vertrauen kann. "
(ohne Name)

(11) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... es ein reiches zivilgesellschaftliches Leben gibt."
(Karin Bauer)
(12) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... Miteinander und nicht Polarisierung im Vordergrund stehen und alle Menschen mitgestalten können."
(ohne Name)
(13) "Für mich funktioniert Demokratie in Taucha, wenn... Menschen in Taucha sich in die lokalen Gremien einbringen und sich für die Arbeit im Stadtrat interessieren."
(Michael)

Die Antwort von Janine Friebel war viel länger als die übrigen Antworten. Hier ist die komplette Antwort zu finden:
Die Antwort von Janine Friebel war noch länger, hier in kompletter Länge:
…wir sie gemeinsam gestalten. Ganz konkret in unserem Alltag und besonders rund um unsere Kinder.Es heißt: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen.“ Für mich bedeutet das: Es braucht auch eine ganze Stadt, um Demokratie lebendig zu machen. Schule ist dabei kein abgeschlossener Ort, sondern ein Teil unserer Gemeinschaft. Wenn wir sie öffnen, wenn Eltern, Vereine, Initiativen, Nachbar:innen einbezogen werden, entsteht etwas anderes ein echtes Miteinander.
Gerade Kinder und Jugendliche erleben dann, dass sie etwas bewirken können. Dass ihre Meinung zählt. Dass sie gehört werden. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit prägt und sie ist vielleicht das Wichtigste, was wir für unsere Demokratie tun können. Und ist die Grundlage für eine starke Demokratie.
Und ich bin überzeugt: Wenn Menschen sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen, verändern sich auch Dinge. Vandalismus, Ausgrenzung oder Rassismus entstehen oft dort, wo genau dieses Gefühl fehlt. Wo niemand sich zuständig fühlt. Wo kein echtes „Wir“ da ist.
Für mich funktioniert Demokratie vor Ort dann, wenn wir dieses „Wir“ wieder stärker machen. Wenn wir Verantwortung teilen, ins Gespräch kommen und unsere Stadt gemeinsam gestalten. Wenn es zu ECHTER (Bürger-) Beteiligung kommt.